Univ. Prof. Dr. Andreas Bur

Krankheitsbilder

Blutdruckmesser

Bluthochdruck

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist eine Erkrankung mit vielen Gesichtern. Oft kann keine eindeutige Ursache gefunden werden und auch die Symptome einer Blutdruckerhöhung sind sehr vielfältig – von Kopfschmerzen, über Nasenbluten bis zu Schwindel. Vorsorgend sollten Gefäßverengungen durch falsche Ernährung oder Rauchen vermieden werden. Regelmäßige Blutdruckkontrollen zeigen schon kleine Veränderungen an. Wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist, muss er mit Medikamenten gesenkt werden. Außerdem sollten die Blutgefäße untersucht werden, um eine mögliche Verengung auszuschließen. Zusätzlich kann auch eine Umstellung der Ernährung und Lebensweise sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

 

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der aufgenommene Kohlenhydrate nicht abgebaut werden und das Blut so “überzuckert” wird (Hyperglykämie). Das körpereigene Hormon Insulin ist dabei wichtigster Helfer. Bei Diabetikern muss die Produktion von Insulin angeregt bzw. Insulin von außen zugeführt werden. Dies geschieht durch Tabletten oder das Spritzen von Insulin. Es gibt zwei Typen von Diabetes. Diabetes Typ 1 ist die frühe Form, die meist im Kindes- oder Jugendalter auftritt. Diabetes Typ 2 wird oft auch “Alterszucker” genannt, da er meist im mittleren bis späten Erwachsenenalter auftritt. Diabetes ist vor allem wegen seiner Folgeerkrankungen wie Gefäßverengung und Durchblutungsstörungen gefährlich.

 

Erhöhte Blutfette

Blutfette wie Cholesterin und Triglyceride sind wichtige Helfer für unseren Körper. Cholesterin ist ein Vorläufer zur Hormonbildung, Triglyceride helfen uns Depotfett aufzubauen. So werden Reserven angelegt und Botenstoffe produziert. Zu viel davon verstopfen aber Arterien und Blutgefäße. Erhöhte Blutfettwerte entstehen durch falsche Ernährung oder liegen in der Familie, sind also vererbbar. Die wichtigste Vorsorge ist hier die regelmäßige Kontrolle der Werte. Vorsorgend und als Behandlung ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Lebensweise angezeigt. Sport, wenige tierische Fette und keine Zigaretten gehören dazu. Wenn die Umstellung der Lebensweise nicht den gewünschten Erfolg bringt, müssen Medikamente eingesetzt werden.

 

Koronare Herzkrankheit

Bei einer koronaren Erkrankung des Herzens sind die Herzkranzgefäße betroffen. Ursache ist eine Arterienverkalkung, so dass die Herzmuskulatur nicht richtig durchblutet wird. Symptome sind das Gefühl der Brustverengung, Störungen des Herzrhythmus bis zur akuten, lebensbedrohlichen Herzinsuffizienz, dem so genannten Herzinfarkt. Die koronare Herzerkrankung ist eine chronische Erkrankung, die über Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte unentdeckt voranschreitet. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, wie familiäre Vorbelastungen, Arterienerkrankungen und erhöhte Blutfettwerte. Aber auch Rauchen, eine allgemein ungesunde Lebensweise und Übergewicht sind als Risikofaktoren anerkannt.

Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, muss diese sehr zeitnah mit weiteren diagnostischen Untersuchungen genauer abgeklärt werden. Die Abklärung erfolgt entweder durch eine nuklearmedizinische Untersuchung, ein sogenannter Thallium Persantin Scan, bei dem radioaktive Kontrastmittel intravenös verabreicht werden und mit speziellen Kameras können Minderdurchblutungen des Herzens sichtbar gemacht werden. Oder durch eine Herzkatheteruntersuchung  (Koronarangiographie), bei der durch Gabe von Kontrastmittel die Herzkranzgefäße direkt zur Darstellung gebracht werden. Vorteil der letzteren Untersuchung ist, dass bei eventuell bestehenden Verengungen der Herzkranzgefäße, diese unmittelbar während der Untersuchung gedehnt oder durch die Einpflanzung eines Drahtgeflecht (Stent) therapiert werden können. Als ultima Ratio bei sehr schweren Formen der koronaren Herzkrankheit ist eine chirurgische Bypassoperation angezeigt.

Unerlässlich ist allerdings die rasche medikamentöse Therapie und die Behandlung und / oder Verbesserung der Risikofaktoren durch Änderung der Lebensweise (Nikotinverzicht, regelmäßige Bewegung, Reduktion des Übergewichts, gesundes Essen.)